Ping Golf und Ping Golfschläger

 

 

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Zu den renommiertesten Produzenten von sämtlichem erdenklichen Zubehör rund um das Golfspielen gehört seit Jahren zweifellos die US-amerikanische Marke Ping.
Populäre Anhänger dieser hochwertigen Erzeugnisse sind beispielsweise der argentinische Golf - Profi Ángel Cabrera, der amerikanische Major - Gewinner Mark John Calcavecchia sowie der seit 1993 in der Profiliga spielende Engländer Lee Westwood oder auch der Amerikaner Bubba Watson und der amerikanische Spieler Chris DiMarco. Für die Förderung des Frauengolf setzte sich der Firmengründer besonders ein. Zu den Aushängeschildern unter den von der Firma Ping unterstützten Frauen gehören die seit 2007 führende der Weltrangliste, die mexikanische Spielerin Lorena Ochoa oder auch Sherri Steinhauer.
Inzwischen kann die Marke Ping auf über 2300 Turniertitel verweisen, die mit ihren Schlägern errungen wurden. Doch nicht nur dem Erfolg hat sich Ping in seiner Firmenphilosophie verschrieben, vielmehr sollen die Ping Golfartikel den Spaß an der sportlichen Herausforderung fördern.

Das Leben des Firmengründers Karsten SolheimDie Familie Solheim war 1913 aus Bergen in Norwegen in die Vereinigten Staaten von Amerika nach Seattle/ Washington emigriert.
Der spätere Firmengründer Karsten Solheim war zu diesem Zeitpunkt erst zwei Jahre alt und hatte eigentlich Luft- und Raumfahrtingenieur werden wollen. Er begann eine solche Ausbildung, musste sie aber bereits kurze Zeit später wieder aufgeben. Wegen der wirtschaftlichen Situation des Vaters, der als Schuster über die Runden kam, übernahm er jedoch erst einmal dessen Werkstatt. Erst Jahre später beendete der junge Amerikaner sein Studium doch noch und arbeitete von nun an in den verschiedensten Firmen. So war er zeitweilig als Luftfahrtingeniuer tätig, außerdem entwickelte er Boden-Luft-Raketen. Der im Jahr 1951 fertig gestellte erste tragbare Fernseher war maßgeblich von Solheim beeinflusst, da er an der Entwicklung dieses Gerätes großen Anteil hatte. Doch seine Arbeitgeber von General Electric waren sich damals des wirtschaftlichen Potentials dieser revolutionären Technik nicht bewusst und verkauften sie. Die neuen Eigentümer sollten diese Erfindung weltweit millionenfach an den Mann bringen.
Mit dem Golfsport kam Karsten Solheim erst verhältnismäßig spät in Berührung, im fortgeschrittenen Alter von 42 Jahren war er das erste mal selbst mit einem Kollegen auf dem Grün, das schon bald die Welt für ihn bedeuten sollte. Seine Begeisterung war sofort geweckt und er wurde selbst aktiv. Weil Solheim aber anfänglich besonders beim Putten Probleme hatte, begann er mit der Arbeit an seinem eigenen Golfschläger. Schon bald war der erste Prototyp gebaut, die Geburtsstunde des so genannten Heel-Toe-Putter, ein System das vielen Golfern heute noch ein Begriff ist. Allerdings kehrte Solheim nun wieder zu seinem letzten Arbeitgeber zurück, um ein computergesteuertes Bankensystem mit zu entwickeln. Deshalb konnte er erst im Jahr 1959 ein spielbares Modell des 1A Design Putter fertig stellen.
Er widmete sich in seiner Freizeit vermehrt der Verbesserung und Optimierung seines Putters, um schon bald seinen Job ganz an den Nagel zu hängen.

Die Geburt der Marke Ping

Der Hersteller der Golfmarke Ping, ist die in Phöenix/ Arizona beheimatete Karsten Manufacturing Corporation. Zu Beginn der Arbeit des Unternehmens in einer Garage deutete noch nichts auf den späteren Erfolg hin. Das erste Produkt war der vom Firmengründer in Heimarbeit selbst entworfene PING 1A der 1959 erstmals gekauft werden konnte. Diese revolutionäre Entwicklung sah ästhetisch nicht nur besser aus als die meisten zu dieser Zeit gefertigten Golfschläger, auch die Konstruktion war eine Meisterleistung. Er hatte die Gewichtsverteilung des Schlägerkopfes soweit verändert, dass es von nun an möglich war, den Kopf während des Schlags auf einer Linie zu halten, und den Ball besser und vor allem genauer zu treffen. Das über den gesamten Schlägerkopf verteilte Gewicht, dass durch die Verstärkung an Spitze und Ferse erzielt wurde, trug ebenso zu den verbesserten Eigenschaften bei wie der Schaft. Dieser war anders als bei den bis dahin gebräuchlichen Modellen in der Mitte des Schlägerkopfes angebracht.

Sein Gründer, der 1911 in Bergen geborene Karsten Solheim war mit den im Handel angebotenen Modellen an Puttern unzufrieden. Also entschloss sich der bis dahin bei General Electric im Flugzeugbau beschäftigte Ingenieur zu einer Eigenentwicklung, die er dann in Handarbeit fertigte. Grundlage für seine technischen Neuerungen waren Solheim zufolge, einfache physikalische und mechanische Grundgesetze.

Die Umsetzung technischer Innovationen bei der Herstellung von Golfschlägern gehörten seitdem zu den Markenzeichen der Firma Solheim.

Für die Qualität der hochwertigen Schläger sind mehrere Faktoren verantwortlich, erstens die Produktion aus einer Hand, zweitens die individuelle Anpassung eines jeden Spielgerätes und schließlich der hohe Stellenwert, der der Forschung und Entwicklung im Unternehmen beigemessen werden.

Sämtliche Teile des Golfschlägers werden von Ping selbst produziert, mittlerweile besitzt Ping Anteile an verschiedenen Spezialbetrieben, wie z. B. einer Gießerei. Das so genannte costum fitting, das Anpassen eines Schlägers an den jeweiligen Spieler, ist nur eine der Innovationen, die 1960 von Ping ausgingen.
Im Jahr 1960 begann Karsten Solheim mit der `Serienproduktion´, er arbeitete nach wie vor in seiner eigenen Garage. Mit einem gewöhnlichen Küchenofen beispielsweise brachte er die Schäfte an die Köpfe an.
Auch die Vermarktung übernahm er selbst, indem er versuchte, Profispieler auf den großen Turnieren von den Vorteilen des Solheim Putters zu überzeugen. Allein durch die Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitete sich die Kunde von den ganz neuen Schlägern und begründete den Erfolg des Ein-Mann-Betriebes. Die Presse griff diese Erfolge auf und verbreitete den Ruf dieser revolutionären Putter. Eine weitere Innovation des Ingenieurs kam 1966 in den Handel - der Putter `Anser´ - mit seinen Aussparungen am Rücken und dem veränderten tieferer Schwerpunkt ließ dieser Schläger wesentlich genauere Abschläge zu. Dieser Putter entwickelte sich aufgrund von über 500 gewonnenen PGA-Tour Siege zu einem der erfolgreichsten Putter überhaupt.

Die folgende Idee für ein neues Eisen basierte ebenfalls auf dem Heel - Toe - System und wurde im Spritzgußverfahren umgesetzt. Anders als mit den konventionellen geschmiedeten Eisen konnte der Ball damit sehr viel genauer getroffen werden. Dass Solheim mehr Wert auf Funktionalität als auf schönes Aussehen legte, war seinen Produkten oftmals anzusehen, denn er weigerte sich beharrlich sie durch ein Chromüberzug zu veredeln. Im Gegensatz zu anderen Produzenten von Golfschlägern beschäftigt die Firma Solheim bis heute keine Designer. Die Designregel form - follows - function wird hier wörtlich genommen. Eine besonders lange Haltbarkeit und den Korrosionsschutz erhielten diese ersten Schläger durch eine spezielle Wärmebehandlung. Diese war auch die Grundlage der individuellen Anpassung eines jeden Schlägers an seinen Besitzer. Die Marke Ping führte das heute weit verbreitete Fitting - System für Golfschläger ein, wobei die Lofts und Lies erst aufgrund individueller Daten eingestellt werden. Die einmal genommenen Daten sind anhand einer Farbtabelle, dem Ping Color Fitting System, festgehalten, so dass eine problemlose Nachbestellung ohne erneutes Erscheinen möglich ist.

Bis dahin verlief die Vermarktung wie bereits beschrieben, durch die Erfolge so prominenter Namen wie Arnold Palmer und Jack Nicklaus oder auch der Gewinner Phoenix Open von 1967 blühte das Geschäft dennoch. Die Kapazitäten der heimischen Garage hatten sich jedoch bald erschöpft und der Firmengründer erwarb erstmals ein Firmengebäude. Im gleichen Jahr gab Karsten Solheim seinen Hauptberuf auf und stieg professionell in die Herstellung von Golfschlägern ein. Das Unternehmen hatte bereits ein Jahr später 30 Angestellte. Im Jahr 1969 brachte Solheim seine ersten Eisen auf den Markt, die sich wie schon der Putter durch den tieferen Schwerpunkt sowie die Veränderungen im Rückenbereich auszeichneten.

Die Umsätze stagnierten auch zu der Zeit nicht als fast sämtliche Putter der Marke Ping von der amerikanischen Golfassoziation auf den offiziellen Turnieren verboten wurden. Ursache dieses Vorgehens war eine am Griff befindliche Einkerbung, die für den Spieler einen Wettbewerbsvorteil bei der Ausrichtung des Schlägers bedeutete. Dieser Entscheidung musste sich letztendlich auch Solheim beugen, so dass daraufhin alle Modelle regelgerecht überarbeitet wurden.

Die neu gegründete Karsten Manufacturing Corporation fertigte nun neben Puttern und Eisen auch Hölzer, Golftaschen und weiteres Equipment. Die stehende Golftasche, die im Jahr 1984 erstmals erhältlich war, wurde im Golfsport zu einem Klassiker.

Die Eisen wurden als zwischen 1969 und 1976 unter dem Namen Karsten I-IV Eisen angeboten, darauf folgte die legendäre Eyes Series.

Der erste komplette Schlägersatz trug den Name Ping Eye, seine Nachfolger kam unter der Bezeichnung Ping Eye 2 auf den Markt. Letztere wurden zum erfolgreichste Produkt der Firma Solheim überhaupt. Dafür war vor allem der mit diesem Eisen erzielbare hohe Spin verantwortlich. Zudem konnten der Ball auch in schwierigen Passagen sehr viel einfacher gespielt werden. Allerdings sah die amerikanische Golfassoziation in der Bauweise einen Regelverstoß und untersagte den Profis deren Benutzung. Durch eine außergerichtliche Einigung zwischen Solheim und dem Golfverband Anfang der 90er Jahre, durften die alten Modelle weiterhin benutzt werden, während die neuen Modelle den Forderungen des Verbandes angepasst wurden. Solheim entwickelte nun die Serien Ping Sing sowie Ping Sing.

Solheim engagierte sich in den folgenden Jahren außerdem für die Einführung einer Profi Golf Tour für Frauen, die noch heute als Solheim Cup bekannt ist und alle zwei Jahre ausgespielt wird, das erste Mal in 1990.

Nicht zuletzt dafür wurde Solheim im Jahr 2001 die Aufnahme in die World Golf Hall of Fame zuteil.

Trotz allem verlor die Marke immer mehr Marktanteile. Bereits 1995 hatte Solheim die Amtsgeschäfte an seinen Sohn John A. Solheim abgetreten, der ebenfalls ausgebildeter Ingenieur ist. Dieser begann seine Laufbahn im Familienunternehmen, auch gleich mit einem Paukenschlag. Die ersten groß angelegten Entlassungen bei Ping sollten die Rentabilität des Unternehmens wieder ankurbeln. Außerdem wurde die Schlägerproduktion aufgrund steigender Nachfrage weiter ausgebaut. Ende der 90er Jahre befand sich Ping dann wieder auf dem Weg in die Wirtschaftlichkeit.
Im Jahr 2003 brachte Ping den äußerst populären Golfschläger G2 auf den Markt, der in vier verschiedenen Ausführungen erhältlich ist, diese Serie wurde bis heute immer weiter verbessert.

Das Unternehmen Solheim wird noch heute vom ältesten Sohn des Firmengründers geleitet und beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter in seinen Werkhallen. Der Firmengründer wurde 2000 zu Grabe getragen. Der Name der Marke - Ping - ist übrigens dem Geräusch geschuldet, dass Karsten Solheim bei seinem ersten Versuch mit dem von ihm gebauten Schläger vernahm.

Aktuelle Entwicklungen von der Fertigung bis zu den neuesten Modellen

Bis heute schätzen Profis und Amateure, die einzigartige Verbindung aus technischer Innovation und modernem Design. Doch nicht nur die Golfschläger von Ping Golf sind einzigartig, auch beim Vertrieb geht die Firma ihre eigenen Wege, diese Produkte lassen sich nicht so einfach über das Internet oder Kataloge bestellen. Sie werden erst nach der Bestellung speziell für diesen einen Kunden gefertigt. Deshalb müssen Golfspieler sich zumindest beim ersten Mal an einen autorisierten Fachhändler wenden. Dabei dauert dieses Verfahren gar nicht wesentlich länger als bei einem `normalem´ Kauf, denn binnen 48 Stunden kann das neue Ping Modell dann schon mitgenommen werden. Für zahlreiche Modelle gibt es extra Ausführungen für Frauen, Kinder und natürlich auch Linkshänder.

Dies wird auch an den neuesten Modellen aus dem Hause Karsten deutlich, das auch nach dem Tod des Gründers beinahe jährlich ein revolutionäres neues Produkt auf den Markt gebracht hat.
Hergestellt werden die Eisen immer nach demselben Muster und das komplett aus einer Hand.
So werden erst die Wachsformen gefertigt, die dann einen Mantel aus einer Masse erhält, die an Sand erinnert. Danach muss das ganze Stück erhitzt werden, damit das Wachs heraus läuft, so dass nun lediglich die Gussform übrig bleibt. Diese kann jetzt mit Stahl befüllt werden, der entstandene Rohling bildet das Herzstück des Eisens. Damit ist die Fertigung jedoch noch nicht beendet, denn um das Stück optimal vor Korrosion zu schützen, und eine lange Haltbarkeit zu gewährleisten, wird es in einem Hochofen gebrannt.

Nach einer umfassenden Prüfung wird jetzt die Oberfläche veredelt und anschließend erhält der Kopf durch das Anbringen von Gewichten seine Schwungmasse.

Zuletzt werden dann der Schaft und der Griff angebracht und fertig ist einer der legendären Ping Golfschläger. Die bis dahin als Standardvarianten daher kommenden Lofts und Lies müssen dann nur noch an den entsprechenden Kunden angepasst werden.

Täglich werden auf diese Weise etwa 1500 Sätze im Hause Solheim hergestellt. Charakteristisch für die Schläger der Marke Ping ist die rote Markierung am Schlägerkopf.

Für die Qualität der Produkte aus dem Hause Solheim birgt nicht zuletzt ein Mitarbeiter namens Pingman 5. Er wiegt annähernd vier Zentner und schlägt den Ball weiter und genauer als jeder Golfspieler. Dieser Roboter gilt unter Experten als bestes Testgerät für Golfschläger der Welt.

Aktuelle Modelle

Seit Ende 2007 ist nun auch die ganz neue G 10 Serie der Marke Ping im Handel erhältlich. Damit wird die populäre G5 Reihe abgelöst und Golfspieler sollen noch mehr Spaß am Spielen haben. Hierbei sind die Driver aus Titan gefertigt, wobei die Schlagkraft des Spieler noch besser auf den Ball übertragen werden kann. Außerdem wurden Spinrate, die Ballgeschwindigkeit und der Abflugwinkel weiter verbessert. Aus einer Verlagerung des Gewichtes von der Krone hin zur Sohle des Schlägerkopfes resultieren nach Angaben des Herstellers noch höhere und genauere Schläge.
Erst seit 2008 bietet Ping seinen Kunden sechs ganz neue Hybridmodelle mit der Bezeichnung Cleveland HiBore XLS Hybrid an. Der Golfer hat hier durch die eher eckige Form des Schlägerkopfs eine bessere Kontrolle über die Flugkurve des Balls. Außerdem wurde der Schwerpunkt verringert und in den hinteren Teil des Schlägerkopfs verlagert. Golfern ganz gleich welchen Spielniveaus können dadurch leicht sehr hohe Abschläge, mit sehr wenig Spin tätigen.

Die Hölzer derselben Serie sollen ein ganz neues Ballgefühl bieten, da der Schaft direkt mit der Sohle verbunden ist. Der viel niedrigere Schwerpunkt, wird zusätzlich durch ein Gewichtskissen im Inneren des Schlägerkopfes unterstützt, so dass die Ballgeschwindigkeit sich erhöht.

Die aktuellen Eisen aus dem Hause Solheim, der Ping G 10 Satz, zeichnet sich durch das niedrige Gewicht in der Spitze des Schlägerkopfes aus. Damit erhöht sich die Trägheit und gleichzeitig die Fehlertoleranz gegenüber dem G5 Modell noch einmal.

Die zusätzlich angebrachte Sohle weist eine neue Chavity Form auf und ist an den Rändern verstärkt, während der Schwerpunkt auf der Unterseite liegt. Dadurch können Abschläge wesentlich höher erfolgen, wobei sich der Spin verringert hat.

Eine weitere Stabilisierung der Schlagfläche erreichten die Entwickler von Ping mittels des völlig neu geformten Costum Tuning Port. Dieser sorgt nicht zuletzt für eine regelmäßige Ballgeschwindigkeit. Eine elastische Einlage aus Gummi garantiert für ein hervorragendes Schlaggefühl und vermindert die Vibration zusätzlich.

Auch die Golftaschen aus dem Hause Ping sind mittlerweile wieder gefragter denn je, weil Funktionalität und Bequemlichkeit hier eine untrennbare Einheit bilden.