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Zu den renommiertesten
Produzenten von sämtlichem erdenklichen Zubehör rund um das Golfspielen
gehört seit Jahren zweifellos die US-amerikanische Marke Ping. Die Geburt der Marke Ping Der Hersteller der Golfmarke Ping,
ist die in Phöenix/ Arizona beheimatete Karsten Manufacturing
Corporation. Zu Beginn der Arbeit des Unternehmens in einer Garage
deutete noch nichts auf den späteren Erfolg hin. Das erste Produkt war
der vom Firmengründer in Heimarbeit selbst entworfene PING 1A der 1959 erstmals gekauft werden konnte. Diese revolutionäre
Entwicklung sah ästhetisch nicht nur besser aus als die meisten zu
dieser Zeit gefertigten Golfschläger, auch die Konstruktion war eine
Meisterleistung. Er hatte die Gewichtsverteilung des Schlägerkopfes
soweit verändert, dass es von nun an möglich war, den Kopf während des
Schlags auf einer Linie zu halten, und den Ball besser und vor allem
genauer zu treffen. Das über den gesamten Schlägerkopf verteilte
Gewicht, dass durch die Verstärkung an Spitze und Ferse erzielt wurde,
trug ebenso zu den verbesserten Eigenschaften bei wie der Schaft.
Dieser war anders als bei den bis dahin gebräuchlichen Modellen in der
Mitte des Schlägerkopfes angebracht. Sein Gründer, der 1911 in
Bergen geborene Karsten Solheim war mit den im Handel angebotenen
Modellen an Puttern unzufrieden. Also entschloss sich der bis dahin bei
General Electric im Flugzeugbau beschäftigte Ingenieur zu einer
Eigenentwicklung, die er dann in Handarbeit fertigte. Grundlage für
seine technischen Neuerungen waren Solheim zufolge, einfache
physikalische und mechanische Grundgesetze. Die Umsetzung
technischer Innovationen bei der Herstellung von Golfschlägern gehörten
seitdem zu den Markenzeichen der Firma Solheim. Für die Qualität
der hochwertigen Schläger sind mehrere Faktoren verantwortlich, erstens
die Produktion aus einer Hand, zweitens die individuelle Anpassung
eines jeden Spielgerätes und schließlich der hohe Stellenwert, der der
Forschung und Entwicklung im Unternehmen beigemessen werden. Sämtliche Teile des Golfschlägers werden von Ping selbst produziert, mittlerweile besitzt Ping Anteile an verschiedenen Spezialbetrieben, wie z. B. einer Gießerei.
Das so genannte costum fitting, das Anpassen eines Schlägers an den
jeweiligen Spieler, ist nur eine der Innovationen, die 1960 von Ping ausgingen. Die folgende Idee für
ein neues Eisen basierte ebenfalls auf dem Heel - Toe - System und
wurde im Spritzgußverfahren umgesetzt. Anders als mit den
konventionellen geschmiedeten Eisen konnte der Ball damit sehr viel
genauer getroffen werden. Dass Solheim mehr Wert auf Funktionalität als
auf schönes Aussehen legte, war seinen Produkten oftmals anzusehen,
denn er weigerte sich beharrlich sie durch ein Chromüberzug zu
veredeln. Im Gegensatz zu anderen Produzenten von Golfschlägern
beschäftigt die Firma Solheim bis heute keine Designer. Die Designregel
form - follows - function wird hier wörtlich genommen. Eine besonders
lange Haltbarkeit und den Korrosionsschutz erhielten diese ersten
Schläger durch eine spezielle Wärmebehandlung. Diese war auch die
Grundlage der individuellen Anpassung eines jeden Schlägers an seinen
Besitzer. Die Marke Ping führte das heute weit verbreitete Fitting - System für Golfschläger
ein, wobei die Lofts und Lies erst aufgrund individueller Daten
eingestellt werden. Die einmal genommenen Daten sind anhand einer
Farbtabelle, dem Ping Color Fitting System, festgehalten, so dass eine problemlose Nachbestellung ohne erneutes Erscheinen möglich ist. Die Umsätze stagnierten auch zu der Zeit nicht als fast sämtliche Putter der Marke Ping von der amerikanischen Golfassoziation auf den offiziellen Turnieren
verboten wurden. Ursache dieses Vorgehens war eine am Griff befindliche
Einkerbung, die für den Spieler einen Wettbewerbsvorteil bei der
Ausrichtung des Schlägers bedeutete. Dieser Entscheidung musste sich
letztendlich auch Solheim beugen, so dass daraufhin alle Modelle
regelgerecht überarbeitet wurden. Die neu gegründete Karsten
Manufacturing Corporation fertigte nun neben Puttern und Eisen auch
Hölzer, Golftaschen und weiteres Equipment. Die stehende Golftasche,
die im Jahr 1984 erstmals erhältlich war, wurde im Golfsport zu einem
Klassiker. Die Eisen wurden als zwischen 1969 und 1976 unter dem
Namen Karsten I-IV Eisen angeboten, darauf folgte die legendäre Eyes
Series. Der erste komplette Schlägersatz trug den Name Ping Eye, seine Nachfolger kam unter der Bezeichnung Ping Eye 2 auf den Markt. Letztere wurden zum erfolgreichste Produkt der
Firma Solheim überhaupt. Dafür war vor allem der mit diesem Eisen
erzielbare hohe Spin verantwortlich. Zudem konnten der Ball auch in
schwierigen Passagen sehr viel einfacher gespielt werden. Allerdings
sah die amerikanische Golfassoziation in der Bauweise einen
Regelverstoß und untersagte den Profis deren Benutzung. Durch eine
außergerichtliche Einigung zwischen Solheim und dem Golfverband Anfang
der 90er Jahre, durften die alten Modelle weiterhin benutzt werden,
während die neuen Modelle den Forderungen des Verbandes angepasst
wurden. Solheim entwickelte nun die Serien Ping Sing sowie Ping Sing. Solheim
engagierte sich in den folgenden Jahren außerdem für die Einführung
einer Profi Golf Tour für Frauen, die noch heute als Solheim Cup
bekannt ist und alle zwei Jahre ausgespielt wird, das erste Mal in
1990. Nicht zuletzt dafür wurde Solheim im Jahr 2001 die Aufnahme in die World Golf Hall of Fame zuteil. Trotz
allem verlor die Marke immer mehr Marktanteile. Bereits 1995 hatte
Solheim die Amtsgeschäfte an seinen Sohn John A. Solheim abgetreten,
der ebenfalls ausgebildeter Ingenieur ist. Dieser begann seine Laufbahn
im Familienunternehmen, auch gleich mit einem Paukenschlag. Die ersten
groß angelegten Entlassungen bei Ping sollten die Rentabilität des Unternehmens wieder ankurbeln. Außerdem
wurde die Schlägerproduktion aufgrund steigender Nachfrage weiter
ausgebaut. Ende der 90er Jahre befand sich Ping dann wieder auf dem Weg in die Wirtschaftlichkeit. Das Unternehmen Solheim wird noch heute vom ältesten Sohn des Firmengründers geleitet und beschäftigt mehr als 1000 Mitarbeiter in seinen Werkhallen. Der Firmengründer wurde 2000 zu Grabe getragen. Der Name der Marke - Ping - ist übrigens dem Geräusch geschuldet, dass Karsten Solheim bei seinem ersten Versuch mit dem von ihm gebauten Schläger vernahm. Aktuelle Entwicklungen von der Fertigung bis zu den neuesten Modellen Bis heute schätzen Profis und
Amateure, die einzigartige Verbindung aus technischer Innovation und
modernem Design. Doch nicht nur die Golfschläger von Ping Golf sind einzigartig, auch beim Vertrieb geht die Firma ihre eigenen Wege,
diese Produkte lassen sich nicht so einfach über das Internet oder
Kataloge bestellen. Sie werden erst nach der Bestellung speziell für
diesen einen Kunden gefertigt. Deshalb müssen Golfspieler sich
zumindest beim ersten Mal an einen autorisierten Fachhändler wenden.
Dabei dauert dieses Verfahren gar nicht wesentlich länger als bei einem
`normalem´ Kauf, denn binnen 48 Stunden kann das neue Ping Modell dann schon mitgenommen werden. Für zahlreiche Modelle gibt es
extra Ausführungen für Frauen, Kinder und natürlich auch Linkshänder. Dies
wird auch an den neuesten Modellen aus dem Hause Karsten deutlich, das
auch nach dem Tod des Gründers beinahe jährlich ein revolutionäres
neues Produkt auf den Markt gebracht hat. Nach einer umfassenden Prüfung
wird jetzt die Oberfläche veredelt und anschließend erhält der Kopf
durch das Anbringen von Gewichten seine Schwungmasse. Zuletzt werden dann der Schaft und der Griff angebracht und fertig ist einer der legendären Ping Golfschläger. Die bis dahin als Standardvarianten daher kommenden Lofts
und Lies müssen dann nur noch an den entsprechenden Kunden angepasst
werden. Täglich werden auf diese Weise etwa 1500 Sätze im Hause Solheim hergestellt. Charakteristisch für die Schläger der Marke Ping ist die rote Markierung am Schlägerkopf. Für die Qualität der Produkte aus dem Hause Solheim birgt nicht zuletzt ein Mitarbeiter namens Pingman 5. Er wiegt annähernd vier Zentner und schlägt den Ball weiter und genauer als jeder Golfspieler. Dieser Roboter gilt unter Experten als bestes Testgerät für Golfschläger der Welt. Aktuelle Modelle Seit Ende 2007 ist nun auch die ganz neue G 10 Serie der Marke Ping im Handel erhältlich. Damit wird die populäre G5 Reihe abgelöst und
Golfspieler sollen noch mehr Spaß am Spielen haben. Hierbei sind die
Driver aus Titan gefertigt, wobei die Schlagkraft des Spieler noch
besser auf den Ball übertragen werden kann. Außerdem wurden Spinrate,
die Ballgeschwindigkeit und der Abflugwinkel weiter verbessert. Aus
einer Verlagerung des Gewichtes von der Krone hin zur Sohle des
Schlägerkopfes resultieren nach Angaben des Herstellers noch höhere und
genauere Schläge. Die Hölzer derselben Serie sollen ein ganz neues
Ballgefühl bieten, da der Schaft direkt mit der Sohle verbunden ist.
Der viel niedrigere Schwerpunkt, wird zusätzlich durch ein
Gewichtskissen im Inneren des Schlägerkopfes unterstützt, so dass die
Ballgeschwindigkeit sich erhöht. Die aktuellen Eisen aus dem Hause Solheim, der Ping G 10 Satz, zeichnet sich durch das niedrige Gewicht in der Spitze des
Schlägerkopfes aus. Damit erhöht sich die Trägheit und gleichzeitig die
Fehlertoleranz gegenüber dem G5 Modell noch einmal. Die zusätzlich
angebrachte Sohle weist eine neue Chavity Form auf und ist an den
Rändern verstärkt, während der Schwerpunkt auf der Unterseite liegt.
Dadurch können Abschläge wesentlich höher erfolgen, wobei sich der Spin
verringert hat. Eine weitere Stabilisierung der Schlagfläche erreichten die Entwickler von Ping mittels des völlig neu geformten Costum Tuning Port. Dieser sorgt nicht
zuletzt für eine regelmäßige Ballgeschwindigkeit. Eine elastische
Einlage aus Gummi garantiert für ein hervorragendes Schlaggefühl und
vermindert die Vibration zusätzlich. Auch die Golftaschen aus dem Hause Ping sind mittlerweile wieder gefragter denn je, weil Funktionalität und Bequemlichkeit hier eine untrennbare Einheit bilden. |
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